Ich bin heute der Frage nachgegangen, ob Kompression von Websites, um genau zu sein, die Kompression des ausgelieferten HTML-Codes überhaupt etwas für den Endnutzer bringt. Es dürfte außer Frage stehen, das der übertragene Traffic dadurch deutlich reduziert wird, andererseits muß die Seite serverseitig komprimiert und clientseitig wieder dekomprimiert werden, was auch Zeit kostet. Ist also die eingesparte Zeit durch die Übertragung größer als die Zeit die die Kompression kostet?
Ich habe verschiedene Szenarien geprüft:
- "HTML-Kompression": Durch reguläre Ausdrücke entferne ich unnötige Leerzeichen, Zeilenumbrüche, Code-Formattierungen und Kommentare
- GZIP-Komprimierung
- HTML+GZIP-Komprimierung
- keine Komprimierung
Hier das Ergebnis:
| Kompression | Traffic | Übertragungszeit 16.00er DSL | Übertragungszeit 56k Modem |
|---|---|---|---|
| keine | 39.521 Byte | 0,9s | 5,55s |
| HTML | 35.193 Byte | 0,8s | 4,58s |
| GZIP | 7.569 Byte | 0,87s | 1,07s |
| HTML+GZIP | 6.919 Byte | 0,77s | 1,23s |
Fazit:
Mit DSL macht es praktisch keinen Unterschied und die kleinen Zeitunterschiede können auch Meßungenaugigkeiten sein, aber mit einem 56k Modem, kann die Kompression ihre Vorteile ganz massiv ausspielen. Gerade im Zeitalter von Internet über Mobilfunk, wo Geschwindigkeit und Traffic noch eine Rolle spielen, würde ich eine klare Empfehlung für die Kompression aussprechen. Insbesondere, weil sie unter DSL zwar keine Vorteile, aber auch keine Nachteile mit sich bringt, außer vielleicht einer leicht erhöhten Serverlast.
genutzte Tools:
- Opera
- NetLimiter
- Webwait (10 Calls, 5s Pause zwischen den Calls)
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